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RaumFaktum Rheinland
Maler & Oberflächen 5 Min. Lesezeit

Treppenhaus renovieren im Mehrfamilienhaus: Ablauf & Kosten

Treppenhaus renovieren im bewohnten Mehrfamilienhaus: Ablauf, robuste Oberflächen, Beleuchtung mit Präsenzmeldern, Brandschutz und Kosten je Etage im Überblick.

Das Treppenhaus ist die Visitenkarte jedes Mehrfamilienhauses: Es ist der erste Eindruck für Mietinteressenten, der tägliche Weg aller Bewohner – und häufig die am längsten aufgeschobene Renovierung im Haus. Wer ein Treppenhaus renovieren will, während das Haus bewohnt ist, braucht vor allem eines: einen Ablauf, der Bewohner, Fluchtwege und Termine zusammen denkt. Hier erklären wir Vermietern, WEG-Verwaltungen und Hausverwaltungen, wie wir solche Projekte zwischen Essen, Velbert und Düsseldorf abwickeln – von der Oberfläche bis zur Beleuchtung.

Renovieren im bewohnten Haus: Der Ablauf

Anders als in der leeren Wohnung gibt es im Treppenhaus keine Möglichkeit, „mal eben abzusperren". Der Ablauf muss sich dem Alltag der Bewohner anpassen:

  1. Bestandsaufnahme und Konzept: Untergrund prüfen (Altanstriche, Risse, Putzschäden), Umfang festlegen – nur Wände oder auch Decken, Sockel, Geländer, Wohnungstüren-Zargen, Briefkastenanlage, Beleuchtung. Daraus entsteht ein Etagenplan mit Terminen.
  2. Ankündigung an die Bewohner: Aushang und Etagenschreiben mit Zeitplan, Ansprechpartner und Hinweisen (Fußmatten entfernen, Gegenstände aus dem Treppenhaus räumen – auch aus Brandschutzgründen ein guter Anlass).
  3. Abschnittsweises Arbeiten: Wir arbeiten in der Regel von oben nach unten, Etage für Etage. Laufwege bleiben frei, Abdeckungen sind rutschfest, abends wird das Material aus den Fluchtwegen geräumt.
  4. Untergrundvorbereitung: Risse und Dübellöcher schließen, Altanstriche prüfen, gegebenenfalls spachteln und schleifen. Im Altbau steckt hier der größte Teil der Arbeit – und der Unterschied zwischen „gestrichen" und „saniert".
  5. Beschichtung und Details: Anstrich in abgestimmtem Farbkonzept, Sockel und Stoßkanten robust ausführen, Geländer und Handläufe zum Schluss.
  6. Abnahme mit Verwaltung: Gemeinsamer Rundgang, Restpunkte, Dokumentation für die Eigentümer- bzw. WEG-Unterlagen.

Oberflächen, die den Alltag aushalten

Ein Treppenhaus wird angefasst, angestoßen und beliefert – mit Kinderwagen, Umzugskartons und Fahrrädern. Entscheidend ist deshalb nicht die Farbe an sich, sondern der Aufbau:

  • Strapazierfähige, scheuerbeständige Anstriche (hohe Nassabriebklasse) auf Wandflächen, damit Schmutzstellen abwischbar sind, statt beim ersten Putzen zu polieren.
  • Sockelzone gesondert ausführen: Der untere Wandbereich bekommt die meisten Stöße ab. Ein abgesetzter Sockel – dunkler getönt oder mit widerstandsfähigerer Beschichtung – bleibt Jahre länger ansehnlich und lässt sich partiell ausbessern.
  • Latexähnliche oder abtönbare Spezialbeschichtungen für stark beanspruchte Bereiche wie Eingangszone und Kellerabgang.
  • Helle, freundliche Farbkonzepte mit ausreichend Kontrast an Stufenkanten und Handläufen – das wirkt nicht nur gepflegt, sondern hilft auch älteren Bewohnern bei der Orientierung.

Beispiele ausgeführter Projekte zeigen wir unter Referenzen; die handwerkliche Basis beschreibt unsere Seite Maler & Oberflächen.

Beleuchtung: Präsenzmelder statt Treppenlicht-Taster

Die Renovierung ist der richtige Zeitpunkt, die Beleuchtung mitzudenken – denn das Gerüst steht und die Wände sind ohnehin in Arbeit. Der Klassiker aus Tastern und Treppenlicht-Zeitschaltern hat zwei Schwächen: Licht brennt länger als nötig, und wer mit vollen Händen kommt, steht im Dunkeln. Zeitgemäß sind LED-Leuchten mit Präsenz- oder Bewegungsmeldern je Etage: Licht nur dort und dann, wenn jemand im Treppenhaus ist. Das senkt den Allgemeinstrom-Verbrauch spürbar – ein Punkt, der in der Betriebskostenabrechnung jedem Eigentümer und Mieter zugutekommt. Die Elektroarbeiten führt unser Partnerbetrieb AJH-Elektro aus, Elektromeisterbetrieb aus Velbert seit 1994 – auf Wunsch inklusive Erneuerung von Klingel- und Briefkastenanlage im selben Zug.

Kommunikation mit den Mietern: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

Die meisten Beschwerden bei Treppenhaus-Projekten entstehen nicht durch Farbgeruch, sondern durch Überraschung. Bewährt hat sich bei uns:

  • Ankündigung mindestens zwei Wochen vorher per Aushang und Briefkasteneinwurf
  • Zeitplan je Etage aushängen und bei Verschiebungen aktualisieren
  • Einen festen Ansprechpartner mit Telefonnummer benennen
  • Arbeitszeiten klar kommunizieren (werktags, kernzeitenfreundlich)
  • Hinweise zu frisch beschichteten Flächen gut sichtbar anbringen
  • Abschlussinfo mit Ergebnis und Dank an die Bewohner

Für Hausverwaltungen übernehmen wir diese Kommunikation komplett – als Teil unserer Planung & Baubegleitung, damit im Verwalterbüro nicht das Telefon klingelt.

Kosten: Orientierung je Etage

Seriöse Zahlen gibt es erst nach Besichtigung – zu unterschiedlich sind Untergründe, Deckenhöhen und Umfänge im Bestand. Als Orientierung aus unseren Projekten im Ruhrgebiet und Bergischen Land, ausdrücklich Erfahrungswerte und keine Angebote:

UmfangGrößenordnung je Etage
Wände und Decken streichen, kleinere Ausbesserungenmittlerer dreistelliger Bereich
Zusätzlich Spachtel-/Putzarbeiten, Sockel, Geländeroberer dreistelliger bis unterer vierstelliger Bereich
Komplett inkl. Beleuchtung mit Präsenzmeldern, Klingelanlageunterer bis mittlerer vierstelliger Bereich

Die größten Kostenfaktoren sind der Zustand der Altsubstanz (Risse, Altanstriche, Feuchtstellen) und die Frage, wie viel Elektrik miterneuert wird. Für WEGs lohnt es, das Projekt frühzeitig in die Wirtschaftsplanung aufzunehmen und Maler- und Elektroarbeiten in einem Beschluss zu bündeln – zwei getrennte Maßnahmen mit doppelter Baustelleneinrichtung sind fast immer teurer. Für die Beschlussvorlage liefern wir auf Wunsch ein Angebot mit getrennt ausgewiesenen Positionen je Gewerk, damit die Eigentümerversammlung über nachvollziehbare Zahlen abstimmt und Alternativen (etwa mit oder ohne Beleuchtungserneuerung) direkt vergleichen kann.

Fazit

Eine Treppenhaus-Renovierung im bewohnten Mehrfamilienhaus ist vor allem eine Organisationsaufgabe: abschnittsweise arbeiten, Fluchtwege freihalten, Bewohner früh und klar informieren. Handwerklich entscheiden Untergrundvorbereitung, robuste Beschichtungen mit belastbarer Sockelzone und eine zeitgemäße Beleuchtung mit Präsenzmeldern über das Ergebnis – und darüber, wie lange es hält. Wenn Sie als Eigentümer, WEG oder Hausverwaltung in Essen, Velbert, Wuppertal, Düsseldorf oder im Kreis Mettmann ein Treppenhaus renovieren möchten, erhalten Sie von uns Maler- und Elektroleistung koordiniert aus einer Hand.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Treppenhaus-Renovierung?
Als Erfahrungswert rechnen wir mit etwa zwei bis vier Arbeitstagen je Etage für Maler- und Spachtelarbeiten, plus Zeit für Elektrik und Trocknungsphasen. Ein typisches Haus mit vier bis sechs Etagen ist meist in zwei bis drei Wochen fertig – bei durchgehend nutzbarem Treppenhaus.
Bleibt das Treppenhaus während der Renovierung begehbar?
Ja, das ist Grundvoraussetzung, denn das Treppenhaus ist zugleich Fluchtweg. Gearbeitet wird abschnittsweise, Materialien werden abends weggeräumt, Laufwege bleiben frei. Kurzzeitige Einschränkungen – etwa frisch gestrichene Handläufe – werden vorher angekündigt.
Wer zahlt die Treppenhaus-Renovierung: Mieter oder Vermieter?
Das Treppenhaus gehört zum Gemeinschafts- bzw. Gebäudeeigentum, die Instandhaltung ist Sache des Eigentümers bzw. der WEG. Eine Umlage auf Mieter kommt allenfalls bei Modernisierungsanteilen in Betracht – das sollte der Eigentümer vorab rechtlich klären lassen.
Was kostet die Renovierung pro Etage?
Je nach Untergrundzustand, Beschichtungsaufbau und Umfang (nur Wände oder auch Decken, Sockel, Geländer, Elektrik) bewegen sich die Kosten meist im mittleren drei- bis vierstelligen Bereich pro Etage. Belastbar ist nur ein Angebot nach Besichtigung – Altbausubstanz entscheidet.

Passt das zu Ihrem Projekt?

Wir beraten unverbindlich – per Telefon, Mail oder vor Ort in Velbert, Essen, Wuppertal, Düsseldorf und Umgebung.

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